BG Klinikum Hamburg
Wettbewerb Neubau BG Klinikum Hamburg, 2. Preis

Im europaweit ausgeschriebenen Wettbewerb für den Neubau BG Klinikum Hamburg sind wir mit dem 2. Preis ausgezeichnet ausgezeichnet worden. Aus 10 Teilnehmenden wählte die Jury drei Zweitplatzierte aus; erste und dritte Preise wurden nicht vergeben. „Die Arbeit beeindruckt durch eine konsequente städtebauliche Grundhaltung und präsentiert einen Entwurf, der sich sensibel auf den außerordentlichen Natur- und Parkraum an der Geestkante ausrichtet“, so die Jury.

Die Lage am Geesthang, der großzügige, sich weitläufig hangabwärts nach Süden erstrecken­de Naturraum und der weite Blick über die Baumkronen hinweg nach Süden ins Elbe-Urstrom­tal führen zur entwurfsbestimmenden Entscheidung den Klinikvorplatz und den Haupteingang abweichend von den Machbarkeitsstudien nicht nach Osten, sondern nach Süden zu orientie­ren. Der Naturraum wird durch die konsequente Orientierung nach Süden und die Transparenz der gesamten südlichen Gebäudekante eng mit dem Gebäude verknüpft, erlebbar und wahrnehmbar gemacht. Ein großes, die natürliche Hangkante im oberen Bereich des Geländes aufnehmendes Kreis­segment definiert die Kontur der südlichen Gebäudekante des Neubaus präzise und erzeugt eine große Geste, die das Gebäude über die gesamte Südseite zum angrenzenden Naturraum öffnet, diesen einbezieht und wie eine große Umarmung der Natur wirkt. Der große Schatz, der sich aus der einzigartigen natürlichen Umgebung ergibt, wird im Sinne einer heilen­den, den Naturraum einbeziehenden Architektur, konsequent im Sinne der Patienten – aber auch der Mitarbeiter und Besucher – erlebbar.

Die weithin sichtbare städtebauliche Figur des Neubaus wird durch die drei höhengestaf­felten, lichten Pflegepavillons, die auf einem begrünten Sockel platziert werden, defi­niert. Die gewählte Typologie der großen Pavillons für die Pflege schafft im Gegensatz zur in den vorliegenden Machbarkeitsstudien angewendeten Kammstruktur eine große Durch­lässigkeit zwischen der Nord- und der Südseite des Geländes und vermeidet die Bildung eines langen undurchlässigen Riegels. In der Fernwirkung entstehen Durchblicke. Die wichtige Frischluftzirkulation entlang der Hangkante bleibt erhalten. Der zweigeschossige Sockel, gegenüber dem die Pflegepavillons an allen Seiten deutlich zurückspringen, wirkt als niederschwelliger Vermitt­ler zur Umgebung.

 

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